. .
www.maledivenbilder.ch

Besucherzähler

Inselbilder
Unterwasserbilder
Atolle
Reiseberichte
Kameras
Malediven Wetter

Reisebericht Bathala ( 9. bis 23. September 2005 )

Buchung und Anreise: Bungalow und Flug separat gebucht. Bungalow über StopOverReisen (sehr empfehlenswert) und Condor-Flug (mit Lufthansa von Zürich nach München, weiter mit Condor von München nach Male). Der Abflug in München verzögerte sich ca. 75 Min. wegen einem Defekt am Bugrad. Na ja, haben eigentlich gerne gewartet (eine Landung in Hulule mit defektem Bugrad wäre vermutlich nicht so berauschend gewesen!). Ansonsten gibt es über den nicht ganz 9-stündigen Flug nichts Wesentliches zu berichten. Der Pilot hat einen prima Job gemacht und der Rest ist in unseren Augen nebensächlich:-)
Nach der Landung ging alles rasch und reibungslos von statten; mussten gerade mal 15 Min. auf unser Airtaxi warten (angeflogen wurde zuerst Bathala und anschliessend Ellaidhoo).

Ankunft/Begrüssung: Begrüssungscocktail und Infos zur Insel. Die Insel ist eine reine Barfussinsel – überall Sandboden.
Bei unserer Ankunft war die Insel zu ca. 50% belegt. In der 2. Woche hat sich die Anzahl der Gäste minimiert (Auslastung: ca. 35 – 40%). Wir waren die einzigen Schweizer. Die restlichen Gäste kamen vorwiegend aus Deutschland, Italien und Japan. Italiener hatte es nur sehr wenige (ca. 10 Personen); sehr angenehme Gäste.

Wetter: Bei unserer Ankunft hat die Sonne gelacht. Tage 2 und 3 zeigten sich von ihrer schlechtesten Seite - starke Bewölkung und Dauerregen. Ui, da kam dann schon ein wenig Frust auf (schnell kam die Erinnerung an den letztjährigen September-Urlaub hoch; damals hatten wir wirklich kein Wetterglück). Aber: am 4. Tag lachte uns die Sonne entgegen und so blieb es dann auch bis zu unserer Abreise – einfach prima! Zwar insgesamt nicht ganz so heiss wie wir es z.B. vom März/April her kennen, aber eigentlich fast angenehmer (Wassertemperatur 28°).

Insel und Strand: Wunderschönes, kleines und feines Inselchen. Schön bewachsen und sehr natürlich. Schöner Sandstrand rund um die Insel. Volleyballfeld und Tischtennistisch vorhanden – wurden aber während unseres Aufenthalts nie benutzt. Eine Inselumrundung dauert ca. 7 Minuten. Vor den Bungalows 140 bis 144 befinden sich 3 unschöne, jedoch kleine Wellenbrecher (eine Anhäufung backsteinähnlicher Steine, eingewickelt in ein grobmaschiges grünes Gitternetz mit ein paar Klecksen Beton versehen). Vermutlich werden diese Wellenbrecher aber gegen Ende des Jahres – wenn sich die Sandbank auf der Westseite wieder bildet - zugedeckt bzw. nicht mehr zu sehen sein. Dafür war kein einziger Sandsack zu sehen. Zahlreiche Korallen erstrecken sich rund um die Insel und kommen teilweise ziemlich nahe an den Strand. Schwimmen ist in der leider nur kleinen Lagune zwar möglich, aber nur begrenzt. Das Inselinnere ist nicht erwähnenswert (durchwegs Sand und ein paar Bäume). Es gibt kein Gärtchen und fast keine Blumen.
Die Insel wird sehr sauber gehalten (tägliches Befreien von Laub etc. von den Gärtnern). Mücken haben wir keine gesehen; auch kein sonstiges Ungeziefer. Rauchbelästigung haben wir nur einmal schwach wahrgenommen. Animation hat zu unserer Zeit keine stattgefunden. Um 19.00 Uhr findet die allabendliche Fischfütterung statt (Ammenhaie, Stachelrochen, Weissspitzen-Riffhaie, Jackfische). Auf der Insel gibt es kleine Häschen, ganz niedliche Dinger, die rund um die Insel hoppeln.

Bungalows und Liegen: Unsere vorgängige Bungalow-Reservation hat nicht geklappt (da waren wir dann auch richtig froh darüber!). Uns wurde nämlich Bungalow Nr. 104 zugeteilt und der war richtig gut. Lage: nach vorne versetzt mit Ausblick direkt aufs Meer (nur ein paar Meter bis zum Strand) mit schönem, privaten Strandabschnitt (Sonnen- und Schattenplatz vorhanden), gleich beim Südsteg bzw. beim Schnorcheleinstieg und in der Nähe vom Restaurant/Bar. Anmerkung: Auf Bathala gibt es keine schlechten Bungalows; sehr gut gefallen hat uns auch übrigens auch die Nummer 139.
Einrichtung: Die alle ein wenig unterschiedlich eingerichteten Einzelbungalows sind gross und schön. Gut funktionierende Klimaanlage (sehr leise) sowie Kühlschrank vorhanden (kein Tel. in den Zimmern). Wobei die Bungis aufgrund der Möblierung auf den ersten Blick ein wenig kalt wirken (ich würde sie eigentlich eher „originell“ als „schön“ bezeichnen. Mir bzw. uns haben sie jedoch sehr gut gefallen). Das offene Badezimmer fand ich einfach traumhaft. Gut fand ich auch das gemauerte Bett; somit erübrigte sich mein sonst obligatorischer allabendlicher Check unter das Bett (da will ich nämlich nichts was kreucht und fleucht und da nicht hingehört…). Liegen: Zu jedem Bungi gehören 2 nummerierte Holzliegen mit Auflagen (toll - auch wenn diese nicht unbedingt dick sind). Jeden Morgen werden die Liegen inkl. Matte und Strandtuch (werden alle 2 Tage gewechselt) vom Personal am Strand platziert und abends wieder zum Bungalow zurückgebracht.

Restaurant und Verpflegung: Das Restaurant ist ebenfalls sehr schön und ist in 2 Räume unterteilt (1 grosser und 1 kleiner). Im grossen werden in der Regel die Italiener untergebracht, der kleinere ist für die übrigen Nationalitäten vorgesehen. Da bei unserem Aufenthalt fast keine Italiener anwesend waren, wurde die Raumzuteilung/Sitzordnung geändert. Von der Temperatur her fand ich es immer angenehm (keine Ventilatoren vorhanden).
Essen: Wir fanden das Essen gut (hatten VP; alle 3 Mahlzeiten in Buffetform). Frühstück: Käse, Würstchen oder Speck; Eiergerichte (frisch zubereitet – zu empfehlen sind die leckeren Omelettes), Croissants, Brötchen, Toast, frische Früchte, Cornflakes, div. Sorten Marmelade, süsse Teilchen etc.
Mittagessen: Pasta und Fisch (werden jeden Tag frisch zubereitet), Kartoffeln, Reis, Curry, Gemüse, Salatbuffet, Hühnchen oder Lamm, Beef etc. Dessertbuffet ganz besonders lecker (Kuchen, Cremes, frische Früchte etc.).
Abendessen: Verschiedene Themenabende (Italienisch, Chinesisch, Maledivisches Buffet; 1x in der Woche BBQ).
Wie bereits erwähnt, ist das Essen gut und verhungern wird auf Bathala bestimmt keiner. Feinschmecker oder Liebhaber der „gehobenen Küche“ sind allerdings auf Bathala nicht am richtigen Ort.
Bar: Die Bar ist schön eingerichtet; leckere Cocktails und guter Service. Leider ohne direkten Meerblick.

Personal: Das Personal ist durchwegs freundlich, engagiert und sehr hilfsbereit. Wir hatten keinen Grund für die kleinste Beanstandung.

Hausriff/Schnorcheln: Sehr schönes, bereits wieder recht gut bewachsenes und leicht zugängliches Hausriff. Das Schnorcheln ist bei guten Verhältnissen grandios. Gesehen haben wir: Mantas, grosse Ammenhaie, graue Riffhaie, Weissspitzen-Riffhaie, Schwarzspitzen-Riffhaie (Babys), grosse Jackfische, Drückerfische, Stachelrochen, Schildkröten, Napoleons, Muränen, Röhrenaale (beim Südsteg), Nemos, schöne Fischschwärme sowie viele, viele sonstige Fische. Ein „gemütliches“ Schnorcheln war leider aufgrund der oft vorkommenden, starken Strömung nicht jeden Tag möglich (das Unterwasser-Fotografieren ist daher beim Schnorcheln auch nicht ganz einfach). Bei schwacher Strömung ist aber eine Schnorcheltour – insbesondere auf unserer bevorzugten Strecke - vom Südsteg rechts rauf bis zum Nordsteg - ein tolles Erlebnis.

Tauchcrew/Tauchbasis: Nach 8 Jahren beharrlicher Überzeugung, dass ich NICHT Tauchen will und kann (aufgrund von negativen Erlebnissen und aus Angstgründen), habe ich auf Bathala meinen Tauchschein gemacht (Hurraaa)! Nach seinem 1. Tauchgang kam mein Partner mit einem Buch zurück, das er ganz aufmerksam durchlas. Es war „Tauchen ohne Angst“ von Monika Rahimi. Und genau diese Monika Rahimi ist die neue Tauchlehrerein (Managerin der Tauchbasis) von Bathala. Nach anfänglicher Skepsis habe ich mich dann – zwar erst nach 1 Woche - doch zu einem Schnuppertauchkurs animieren lassen und mir war dann auch gleich klar „ietzt - oder nie“ und ich habe die Chance gepackt. Monika macht einen super Job. Mit ihrer über 30-jährigen Erfahrung und ihrer Menschenkenntnis sieht sie genau, wo die Stärken und Schwächen der Taucher bzw. der werdenden Taucher liegen. Mit ihr macht Tauchen wirklich Spass. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Monika. Für mich bist Du die BESTE!
Die neue italienische Tauchlehrerin, Sylvia, scheint auch nett zu sein. Der 3. im Bunde, Kalle, war während unseres Aufenthalts im Urlaub. Aber über ihn hört man ja nur Gutes. Die Tauchplätze rund um Bathala sind sehr schön.
In Bezug auf die Ausrüstung etc. kann ich nicht viel sagen, da ich keine Vergleiche habe. Ich habe jedoch nichts Negatives festgestellt. Bei Bootstauchgängen wird die Ausrüstung von den Tauchbasis-Mitarbeitern aufs Boot und wieder zurück getragen. Man kann sich also vollumfänglich dem Vergnügen widmen.

Was uns nicht so gefallen hat: Wirklich Negatives haben wir zwar nichts festgestellt, dennoch möchten wir ein paar Punkte aufführen, die wir nicht ganz so toll fanden und/oder im Vergleich zu anderen Inseln nicht ganz standhalten.
-  teilweise starke Strömung am Hausriff; nur 2 Ein-/Ausstiege
-  nur kleine Lagune
-  Inselinnere (kein Gärtchen); sehr wenig Blumen auf der ganzen Insel

Positive Punkte:
-  schöne, grosse Einzelbungis mit nummerierte Holzliegen inkl. Matte (Liegenservice)
-  sehr ruhig und viel Privatsphäre
- sehr schönes Hausriff
-  tolle Tauchbasis
-  sehr freundliches, kompetentes Personal
-  eine absolute Wohlfühlinsel (sehr ungezwungenes und angenehmes Klima)

Fazit: Bathala ist eine sehr schöne, einfache und zum Glück noch natürliche Insel, die wir gerne weiterempfehlen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich mich die ersten 3 Tage noch nicht so wohl gefühlt habe; die Begeisterung kam erst später. Wobei ich diese „Anlaufschwierigkeiten“ auch bei anderen Neuankömmlingen festgestellt habe. Vermutlich muss man sich zuerst ein wenig an die Ursprünglichkeit gewöhnen. Sicherlich werden einige einen etwas höheren Standard bzw. mehr Luxus vorziehen. Aber für uns hat Bathala sämtliche Kriterien erfüllt und wir hatten einen traumhaften Urlaub. Bathala steht daher bei uns ganz oben auf der „Repeater-Liste“.