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Reisebericht Gasfinolhu (1. bis 15. März 2010 )

Nachdem wir uns nicht so sehr für den Winter begeistern können, standen auch im März 2010 wieder die Malediven auf dem Programm. Tja, die Inselauswahl war wie immer schwierig und aufgrund der späten Buchung – viele Inseln waren schon ausgebucht – haben wir uns für einen erneuten Urlaub auf Helengeli entschieden. 3 Tage nach der Buchung eine schriftliche Mitteilung: Helengeli ist ausgebucht! Oh Schreck – Mundwinkel senken sich gefährlich Richtung Kniekehlen:-( Tja, was machen in der Not? Frei war noch Gasfinolhu. Eine erst kürzlich in der CH und D angebotene kleine Insel mit nur 40 Bungalows, leider ohne Hausriff. Wenig Bungalows tönt in unseren Ohren immer gut; ein fehlendes direkt beschnorchelbares Hausriff aber gar nicht…! Nachdem wir jedoch die durchwegs hervorragenden Bewertungen über die Tauchbasis „Ocen Pro“ auf Gasfinolhu, unter Leitung des Schweizers René gelesen haben, haben wir uns entschieden, Gasfinolhu mal auszuprobieren und wir haben unseren Entscheid nicht bereut.

Zur Insel: Gasfinolhu ist eine kleine Insel im Nord Male Atoll. Mit dem Schnellboot dauert die Anreise vom Flughafen „Hulule“ ca. 35 Minuten. Mit ca. 350 m Länge und einer Breite von ca. 70 m ist Gasfinolhu von der Form her nicht eine besonders schöne Insel, zumal noch etliche Wellenbrecher am Strand entlang errichtet werden mussten. Diese stören jedoch nicht gross. Rund um die Insel findet man schöne Buchten, wo man ungestört die Sonne geniessen kann. Das Inselinnere hat uns sehr gut gefallen. Sehr naturbelassen und sauber; allerdings mit nur wenig Palmen, dafür vielen schattenspendenden Sträuchern und Büschen.

Bunglows: Die 40 Bungalows wurden in malediventypischen Stil erbaut und haben uns sehr gut gefallen. Wie es sich für eine 3*-Sterne Insel gehört natürlich sehr einfach gehalten. Unnötigerweise befindet sich in jedem Bungalow 1 Fernseher.
Ansonsten waren die Bungalows zweckmässig eingerichtet. Bett, kleiner Schrank (zu klein für 2 Personen), Telefon, Wasserkocher, Pult, Stuhl, Badezimmer (leider nicht offen), Dusche etc. Klimaanlage ist ebenfalls vorhanden; wobei diese in unserem Bungalow ein wenig „schwächelte“. Insgesamt haben wir den Bungalow als schön empfunden; wurde wohl kürzlich ein wenig renoviert und mit Farbakzenten - orange Vorhänge, bunte Kissen etc. - versehen.
Wir hatten Bungalow Nr. 34 und die Lage hat uns sehr gut gefallen. Grundsätzlich gibt es keine wirklich schlecht gelegenen Bungalows auf Gasfinolhu. Uns hat jedoch die Sonnenuntergangsseite besser gefallen und die Lagune war auf dieser Seite auch schöner. Zu jedem Bungalow gehören 2 bespannte Liegen, die ganz bequem sind.

Hausriff – Fehlanzeige: Wie eingangs bereits erwähnt hat die Insel kein direkt beschnorchelbares Hausriff und das ist in der Tat sehr schade.
Rund um die Insel erstreckt sich eine Lagune, deren Wasserpegel je nach Ebbe und Flut mal höher oder tiefer ist. Um jedoch bei der Wahrheit zu bleiben: Das Wasser ist meistens nur knietief – auch bei Flut. Sogar Schwimmen ist somit nur schwer möglich. Bei Ebbe kann man schon fast eine Wanderung auf die Nachbarinsel Lohifushi unternehmen.

Schnorcheln / tägliche Bootstouren: Schnorchler haben die Möglichkeit 2 x am Tag (morgens um 10.30 Uhr und nachmittags um 14.30 Uhr) mit dem Dhoni (Boot) am Hausriff – das gibt’s schon, ist halt nur ziemlich weit von der Insel entfernt – schnorcheln zu gehen. Die Fahrt zum Riff dauert ca. 10 bis 15 Min. und es wird jedes Mal eine andere Stelle am Hausriff angefahren. Diese Bootstouren sind kostenlos und je nachdem gibt’s dort viel zu sehen. Ein Schnorchler hat uns erzählt, dass er Mantas und Delfine, grössere Haie etc. gesehen hat….

Restaurant/Essen: Das Restaurant – mit Sandfussboden - ist sehr schön (wurde vor ein paar Monaten umgebaut und modernisiert). Sämtliche 3 Mahlzeiten in Buffetform. Zum Essen schreib ich an dieser Stelle nicht viel. Nur: Es ist unglaublich gut (hervorragend). Die Auswahl ist überdurchschnittlich gross und die Speisen haben sich 14 Tage lang nie wiederholt. Insbesondere auch die Nachspeisen werden wunderschön präsentiert und schmecken „gefährlich gut“…. Nein, wer eine Diät macht, sollte nicht auf Gasfinolhu! Der Service im Restaurant ist wie auf der gesamten Insel super.

Bar: Sehr schöne grosse Strandbar mit Holzfussboden. Diese wurde ebenfalls vor kurzer Zeit renoviert. Der Service dort ist ebenfalls super und überall sind freundliche Gesichter anzutreffen.

All Inclusive: Gasfinolhu ist ein reine All Inclusive-Insel. Alkoholische Getränke, Hauswein (der übrigens ganz gut ist), vereinzelte Cocktails (Auswahl ist genügend gross) sind im AI-Paket enthalten. Ebenfalls enthalten sind 0.5L Wasserflasche, Tee, Kaffee, Softgetränke, Eis-Kaffee (ganz lecker) etc. Für den kleinen Hunger am Nachmittag Sandwiches und Kuchen etc.
Ebenfalls im AI-Paket enthalten sind div. Ausflüge u.a. Sonnenuntergangstour, ¼-Std. Massage im Insel-Spa etc.

Sportcenter etc.: Kanus etc. können gratis ausgeliehen werden. Windsurfen ist glaube ich kostenpflichtig (bin nicht sicher).

Sonstige Inseleinrichtung: Gutes kleines Spa (tolle Massagen); kleiner Inselshop, Tischtennistisch, Billardtisch, Kickertisch sowie eine kleine Bibliothek (die deutschen Bücher haben mittlerweile ein 2. Regal erhalten) sowie eine kleine Rezeption.

Tauchen – Ocean Pro Gasfinolhu: Das BESTE auf Gasfinolhu ist zweifelsohne das Tauchen bzw. die Tauchbasis. Basisleiter René (CH) wird von seiner Partnerin Anja (D) und Dive-Instructor Samir (Malediver) tatkräftig unterstützt.
Das vor unserer Abreise auf Bildern gesehene und von uns zugegebenermassen leicht belächelte kleine „Hundehüttchen“ mitten auf dem Jetty (Bootssteg) hat sich vor Ort als sehr professionell geführte, gut organisierte/strukturierte und sehr saubere Tauchbasis (Leihmaterial ist in tadellosem Zustand) entpuppt, die sich vor den „Grossen“ nicht verstecken muss – im Gegenteil. Eine kleine Tauchbasis bzw. wenige Taucher hat natürlich viele Vorteile: es kann individuell auf die einzelnen Taucher eingegangen werden; das Können jedes einzelnen Tauchers ist bekannt und wenn möglich werden die von den Tauchern bevorzugten Plätze angefahren. Zudem hat man viel Platz auf dem Tauchboot. Nitrox natürlich „for free“.
Wir hatten super Tauchgänge und haben uns sowohl im Wasser als auch auf dem Boot stets bestens betreut und gut aufgehoben gefühlt. Wir waren – trotz hoher Erwartungen – sehr positiv überrascht von der Tauchbasis. Sicheres Tauchen steht bei René und Anja an oberster Stelle und beide machen einen prima Job. Kompliment an dieser Stelle! Die Tauchplätze rund um Gasfinolhu sind wirklich toll und wir hatten noch nie so schöne und abwechslungsreiche Tauchgänge. Speziell zu erwähnen ist auch die Manta-Tagestour (Bodu Hithi Thila), die wir mitgemacht haben. Jaaa, wir haben viele, viele Mantas gesichtet und dies sowohl bei den beiden Tauchgängen als auch mittags beim Schnorcheln. Mittagessen und Getränke natürlich auf dem Boot.
Kundenzufriedenheit steht nebst sicherem Tauchen an 1. Stelle und das merkt man auch. René und Anja können gut mit Tauchern/Menschen umgehen und trotz lockerem und kollegialem Umgang untereinander wird jeder Taucher stets mit Respekt behandelt und wer eine Frage hat oder Hilfe benötigt kennt seine Ansprechperson. Die Hilfeleistung und Bemühungen von beiden gehen weit über das „Normale“ hinaus. Leider hat unsere UW-Kamera nach 1 Woche Wasser abgekriegt und ihren Geist aufgegeben. War schon unglaublich, was René nachher für einen Aufwand betrieben hat (sogar Bastelarbeiten etc.), damit wir doch noch ein paar Bildchen machen konnten. Das war für uns keines Falls selbstverständlich und wir haben diese Bemühungen sehr geschätzt.
Klar läuft auch auf Gasfinolhu nicht immer alles reibungslos. Wenn etwas nicht gut ist, wird das vor Ort offen angesprochen und das „Problem“ falls möglich behoben. Anmerkung: Nicht immer ist Unterhaltung gefragt und René und Anja haben hierbei auch das nötige Einfühlungsvermögen. Wer sich z.B. auf der Bootsfahrt ein wenig zurücklehnen und entspannen bzw. seine Ruhe haben will, kann auch das machen.
Um derart einen überdurchschnittlich guten Job abzuliefern, muss man Spass an der Arbeit haben und sich auch innerhalb des Teams gut verstehen. Und den Spass den René und Anja bei ihrer Arbeit haben, geht auch auf die Taucher über.
Wer auf Gasfinolhu bzw. mit „René und Anjahttp://www.anja-rene.com/ nicht taucht, ist selbst schuld.

Gästestruktur: gut gemischt – hauptsächlich: I, D, CH, GB

Unterhaltung/Animation: Ab und zu findet abends ein sanftes Animationsprogramm statt (u.a. Krabbenrennen, Tischtennistournier, 1x wöchentlich Disco, Taucherabend mit Video, maledivischer Abend). Ist aber alles sehr dezent.

Fazit: Gasfinolhu ist eine kleine, ruhige und naturbelassene Insel auf der wir uns sehr wohl gefühlt haben. Das Essen sowie der Service auf der ganzen Insel sind hervorragend. Das Personal ist überaus freundlich und hilfsbereit.
Für aktive Nur-Schnorchler ist die Insel jedoch aufgrund des fehlenden Hausriffs nur bedingt empfehlenswert. Um so mehr bietet die Insel für Taucher. Die Tauchbasis ist wirklich das Highlight. Wir würden Gasfinolhu sofort wieder besuchen.